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Während ich hier sitze und diesen Beitrag über meinen liebsten Herzmann Stefan schreibe, befindet sich dieser im Operationssaal. Ihm wird heute Knochenmark aus der Hüfte entnommen und er kann somit hoffentlich ein Leben retten. Die Geschichte begann vor knapp 10 Jahren. Eine Arbeitskollegin die wir nicht näher kannten erkrankte an Blutkrebs und in der Arbeit wurde ein Typisierungsaktion durchgeführt – leider hat damals von rund (ich vermute es waren um die 200) potentiellen Spendern keiner gepasst. Wie es ihr heute geht weiß ich nicht so genau, aber ich habe gehört, dass sie noch lebt und einen Spender gefunden hat.

Die vergebliche Suche…

Jeder siebte Blutkrebspatient sucht vergeblich einen passenden Spender. Wusstet ihr das schon? Lange und immer wieder habe ich mich gefragt, warum meldet sich denn keiner bei uns? Bei irgendeinem Patienten müssen wir doch passen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass alles passt ist anscheinend nicht sehr hoch. So viele Menschen erhalten jeden Tag die Diagnose Blutkrebs und können mit einer Stammzellenspende gerettet werden. Allein was wir für bewegende Nachrichten bei Facebook und Instagram bekommen haben – es kann jeden aus der Familie oder dem Bekanntenkreis treffen.

Vor ein paar Monaten kam dann tatsächlich ein Brief adressiert an meinen Mann Stefan bei uns zu Hause an. „Achtung keine Werbung!“  oder so ähnlich stand auf dem Umschlag. Nur ein paar Tage vorher haben wir uns mal wieder über das Thema unterhalten und dann war es tatsächlich soweit.

Die Untersuchungen waren ein Klacks!

Sehr schnell ging es dann mit den Untersuchungen für Stefan los. Es musste nochmals gecheckt werden, ob er wirklich passt und für den Patienten der geeignete Spender ist. Nach wenigen Wochen war klar:

Stefan kann ein Leben retten!

Wir haben uns beide so sehr gefreut und es flossen auch ein paar Freudentränen. Die Möglichkeit einem Menschen durch eine Stammzellenspende ein gesundes Leben schenken zu können ist wirklich wunderbar und ergreifend. Stefan ist so unglaublich cool und hat sich nicht aus der Bahn werfen lassen, auch als es hieß, dass er für die Entnahme operiert werden müsse. Warum bei einigen Menschen die Stammzellenspende via ca. 4 Stündiger Entnahme über eine Maschine (bei Bewusstsein) funktioniert und andere in Vollnarkose operiert werden müssen weiß ich nicht. Es verlief wirklich alles sehr entspannt und gut ab. Stefan war nach der Vollnarkose sehr schnell wieder auf den Beinen und hatte nur leichte Schmerzen die sich wie ein Muskelkater anfühlen (so beschreibt er es). Also alles halb so wild.

#StäbchenreinSpendersein

Wenn ihr gesund seid, euch nichts fehlt und ihr euch in der Lage fühlt anderen Menschen zu helfen, dann könnt ihr euch z.B. über euren Hausarzt registrieren lassen. Wir haben dies bei der AKB (Aktion Knochenmarkspende Bayern) machen lassen und waren mit der Betreuung mehr als zufrieden. Lasst euch nicht davor abschrecken, dass man mit zu viel Kilos auf den Rippen als möglicher Spender ggf. nicht in Frage kommen könnte. Der Arzt meinte gestern zu mir (und ihr wisst, dass ich einen BMI im Bereich Übergewicht habe), dass dies z.B. hier bei der AKB in München Gauting immer davon abhängig gemacht wird wie fit und gesund der Spender ist – hat also nichts mit dem Gewicht zu tun. Hausärzte helfen hier auch gerne weiter. Nun hoffen wir, dass alles gut geht und dem Patienten mit der Spende geholfen werden kann – wir beten! Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals an Dr. Hahn (Bild siehe unten) und Team für die wunderbare Betreuung in München Gauting – wenn nur jeder Krankenhausaufenthalt so wäre 🙂

Bleibt gesund ihr Lieben! Die Gesundheit ist so viel Wert und unbezahlbar….

Stefan & Dr. Hahn von der AKB in München

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